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10-Millionen-Initiative gefährdet die Schweiz

Am 14. Juni 2026, stimmt die Schweiz über die SVP-Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» (Nachhaltigkeitsinitiative) ab. Für die plattform als Dachverband der Schweizer Angestellten- und Berufsverbände ist klar: Diese Vorlage schwächt die Schweiz. Sie gefährdet die Sicherheit, verschärft den Fachkräftemangel, erhöht den Lohndruck und setzt die AHV zusätzlich unter Druck. Deshalb empfiehlt die plattform, die Vorlage entschieden abzulehnen.

Weshalb die sogenannte Chaos-Initiative die Schweiz gefährdet und bestehende Probleme verschärft statt löst? – Wir fassen die wichtigsten Argumente zusammen, damit Erwerbstätige in Dienstleistungs- und Wissensberufen und in der MEM-Branche, deren Interessen die plattform vertritt, die Vorlage fundiert einordnen und sachlich dagegen argumentieren können. 

Sicherheit: 

Weniger Sicherheit:Weltwirtschaft und globale Sicherheit stehen unter Druck: Die Chaos-Initiative wirkt zusätzlich destabilisierend. Als Resultat schrumpft die Wirtschaft. Es sinken Kaufkraft und Renditen – z.B. bei der Pensionskasse. 

«Ich will Stabilität und Sicherheit – nicht Experimente, die uns isolieren.» 

Robert Hilty, Sales Swiss, Mitglied «die plattform»

Fachkräfte: 

Weniger Fachkräfte: Die Zuwanderung ist kein Selbstzweck, sondern folgt dem Arbeitsmarkt. Wenn die Wirtschaft wächst, braucht es zusätzliche Fachkräfte – auch aus dem Ausland. Wenn die Wirtschaft schwächelt, sinkt die Nachfrage automatisch. Wer die Zuwanderung künstlich begrenzt, löst deshalb kein Problem, sondern verschärft ein bestehendes: Unternehmen finden weniger Personal und u.a. in der Gesundheitsversorgung fehlen wichtige Fachkräfte – unabhängig von der Konjunktur. 

«Die Zuwanderung folgt der Logik des Arbeitsmarkts. Wer sie künstlich begrenzt, verschärft den Personalmangel in wichtigen Bereichen wie Bildung oder Gesundheitsversorgung.»  

Daniel Jositsch, Präsident «die plattform»

Löhne: 

Weniger Lohn: Ohne bilaterale Verträge fehlt der Lohnschutz. Das erhöht den Lohndruck für alle Angestellten und kann zu Zuständen wie früher beim «Saisonnierstatut»* führen – mit klar tieferen Löhnen. 

* Das sogenannte «Saisonnierstatut» war ein restriktives Gesetz, welches von 1931 bis 2002 den befristeten Einsatz von ausländischen Arbeitskräften in der Schweiz regelte. Es begrenzte beispielsweise den Aufenthalt der Arbeiter:innen auf max. 9 Monate, verbot den Stellenwechsel und untersagte den Familiennachzug. Es wurde 2002 mit Einführung der Personenfreizügigkeit mit der EU abgeschafft.   

Rente: 

Weniger Rente: Unsere staatliche Vorsorge (AHV) funktioniert nur, wenn genügend Menschen Beiträge einzahlen. Ohne Zuwanderung fehlen wichtige Fachkräfte und somit Beitragszahler:innen – gleichzeitig steigt die Anzahl Pensionierte. Das setzt unsere Renten noch stärker unter Druck.  

«Die Chaos-Initiative löst kein einziges Problem, sondern schafft neue.» 

Dominik Blunschy, Nationalrat Die Mitte (SZ), Beirat «die plattform» 

Aus diesen Gründen empfiehlt die plattform ein NEIN am 14. Juni.  

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